Security
Allgemeines
Wenn du ein Anliegen zur IT-Sicherheit der KDO hast, findest du unsere Kontaktmöglichkeiten in unserer security.txt
Vulnerability Disclosure Policy
Auch wenn wir größten Wert auf die Sicherheit unserer IT-Systeme legen, können dennoch Schwachstellen existieren. Deshalb schätzen wir den Beitrag von externen IT-Sicherheitsforschenden, die uns dabei helfen, den hohen Sicherheitsstandard in der KDO aufrechtzuerhalten. Wenn du denkst, dass du eine Schwachstelle, ein Datenschutzproblem, offengelegte Daten oder andere Sicherheitsprobleme in einem unserer Systeme entdeckt hast, würden wir gerne von dir hören.
Diese Vulnerability Disclosure Policy (VDP) beschreibt, was du bei der Meldung von Schwachstellen berücksichtigen solltest, und was du im Gegenzug für deine Bemühungen und deinem Engagement von uns erwarten kannst.
Unsere Erwartungen
Wenn du von unserer Vulnerability Disclosure Policy Gebrauch machen möchten, bitten wir dich, die folgenden Vorgaben einzuhalten:
- Informiere dich vor deiner Meldung über die Fälle, die nicht in den Geltungsbereich unserer Vulnerability Disclosure Policy fallen.
- Bitte informiere uns zeitnah über die von dir identifizierten Sicherheitslücken, damit wir so schnell wie möglich entsprechende Maßnahme einleiten können.
- Bitte stelle sicher, dass wir die von dir entdeckte Schwachstelle reproduzieren und wir dich bei weiteren Fragen kontaktieren können.
- Bitte sende uns alle notwendigen Informationen zur entdeckten Schwachstelle per E-Mail an security@kdo.de. Unseren PGP-Schlüssel zur Verschlüsselung deiner Nachricht findest du hier: https://www.kdo.de/.well-known/security.txt. Die untenstehende Vorlage gibt dir einen Überblick über die relevanten Punkte, die bei einer Schwachstellenmeldung übermittelt werden sollten.
- Bitte achte darauf, dass deine Schwachstellenforschung nicht zu einer Verletzung des Datenschutzes, zur Störung unserer Produktivsysteme oder Zerstörung oder Veränderung von Daten führen.
- Bitte verzichte darauf, im Rahmen deiner Forschung Social-Engineering,- DDOS-, oder Spam-Attacken auf die KDO oder ihre Tochterunternehmen durchzuführen.
- Bitte nutze für deine Schwachstellen-Analyse ausschließlich eigene Konten.
- Beteiligen dich nicht an Erpressungen.
Mit der Durchführung von Sicherheitsforschung im Rahmen dieser Policy erteilt die KDO ihre ausdrückliche Erlaubnis, die von dieser Policy erfassten Systeme zu untersuchen und dabei Sicherheitslücken zu identifizieren und nachzuweisen, soweit dies im Einklang mit den Vorgaben und Einschränkungen dieser Policy erfolgt.
Was Du von uns erwarten kannst
- Wir informieren dich (i.d.R.) in den ersten 72 Stunden über den Eingang deiner Meldung. Sollte es mal länger dauern: wir sind auch nur Menschen.
- Wir halten dich während der Behebung der Sicherheitslücke auf dem Laufenden.
- Wir arbeiten mit dir zusammen, um die Schwachstelle zu verstehen und so schnell wie möglich zu schließen.
- Wir sichern gemäß unserer Safe Harbour-Regelungen einen rechtlichen Schutz vor einer Strafverfolgung zu. Zudem versprechen wir dir, dass wir deine Meldung und die damit verbundenen personenbezogenen Informationen vertraulich behandeln, wenn du dich an die Vorgaben unserer VDP hältst.
- Wir zeigen unseren Respekt auch öffentlich und erkennen deine Leistung an. Dazu werden wir auf unserer Dankesseite die Beschreibung der geschlossenen Schwachstelle und deinen Namen (bzw. den Alias) des Entdeckers nennen, um so eine gute Zusammenarbeit mit der KDO auch öffentlich zum Ausdruck zu bringen. Dies gilt nur, wenn du hiermit einverstanden bist und du die erste Person sind, die uns über eine konkrete Schwachstelle informiert und dein Bericht zu einer Anpassung von Code oder Konfigurations-Änderung führt. Einen Anspruch hierauf besteht jedoch nicht.
Qualifizierte Meldung von Schwachstellen
Diese Richtlinie gilt für alle digitalen Vermögenswerte, die dem Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg und deren Tochterfirmen angehören oder von ihr verwaltet werden. Die hier aufgeführten Schwachstellen kommen ausdrücklich für unser VDP in Frage. Jedes Design- oder Implementierungsproblem, das die Vertraulichkeit oder Integrität von Benutzerdaten erheblich beeinträchtigt und reproduzierbar ist, fällt ebenfalls sehr wahrscheinlich in den Geltungsbereich dieser Vulnerability Disclosure Policy.
Die nachfolgende Aufzählung beschreibt insbesondere Schwachstellen, für deren Meldung wir uns interessieren. Sie dient nicht dazu, die Autorisierung der Sicherheitsforschung davon abhängig zu machen, dass sich im Nachhinein tatsächlich eine der genannten Schwachstellen feststellen lässt. Entscheidend ist vielmehr, dass die Sicherheitsforschung innerhalb des in dieser Policy beschriebenen Rahmens erfolgt und die dort genannten Grenzen eingehalten werden.
Im Folgenden werden einige Beispiele für qualifizierte Schwachstellen aufgezählt:
- Server-Side Request Forgery (SSRF)
- Server-Side Template Injection (SSTI)
- SQL Injection (SQLI)
- Insecure Direct Object Reference
- XML External Entity (XXE)
- Insecure Direct Object Reference
- Daten und Informations-Leaks
- Möglichkeit der Exfiltration von Daten / Informationen
- Aktiv ausnutzbare Hintertüren (Backdoors)
- Möglichkeit einer unautorisierten System-Nutzung
- Remote Code Execution (RCE) – Injection Flaws
- Cross Site Request Forgery (CSRF)
- Cross Site Scripting (XSS)
- Local or Remote File Inclusions
- Fehlkonfigurationen
Generell sind wir an allen Berichten über unsere Software und Abhängigkeiten (einschließlich aller Open-Source-Bibliotheken oder Komponenten von Drittanbietern) interessiert, insbesondere dann, wenn sie sensible Benutzerdaten betreffen. Bitte beachte dabei auch unsere Safe Harbour-Regelungen.
Nicht-qualifizierte Schwachstellen
Die folgenden Schwachstellen, Aktivitäten und Methoden sind nicht Teil dieser VDP und werden daher nicht durch unsere Safe-Harbour-Regelungen abgedeckt. Die Aufzählung beschreibt insbesondere Aktivitäten, deren Durchführung von der KDO nicht autorisiert wird, sowie Schwachstellen, die wir nicht als qualifizierte Meldungen im Rahmen dieser VDP behandeln.
- Angriffe, die einen physischen Zugriff auf das Gerät oder Netzwerk eines Benutzers erfordern.
- Formulare mit fehlenden CSRF-Token (Ausnahme: Die Kritikalität übersteigt das Common Vulnerability Scoring System (CVSS) Stufe 5.).
- Fehlende Security Header, die nicht direkt zu einer ausnutzbaren Schwachstelle führen.
- Die Verwendung einer als anfällig oder öffentlich als gebrochen bekannte Bibliothek (ohne aktiven Nachweis der Ausnutzbarkeit).
- Host Header Injection.
- Logout Cross-Site Request Forgery.
- Berichte von automatisierten Tools oder Scans ohne Dokumentation, welche die Schwachstelle erläutert.
- Social Engineering gegen Personen (z.B. Phishing) oder Einrichtungen der KDO sowie deren Auftragnehmer und Auftraggeber.
- Physische Angriffe auf unser Eigentum oder unsere Rechenzentren.
- Sicherheitslücken, bei denen ein potenzielles Opfer nicht standardmäßige Software installieren oder anderweitig aktive Schritte unternehmen muss, um sich anfällig zu machen.
- Denial of Service Angriffe (DoS/DDoS).
- Bots, SPAM,
- Fehlende Einreichung von Best Practices (B. Certificate Pinning, Security Header).
- Fehlende Cookie Flags bei Non-Sensitive Cookies.
- Verwendung von anfälligen und „schwachen“ Cipher-Suites / Chiffren.
- Fehler in der Benutzeroberfläche oder Rechtschreibfehler.
Schwachstellen, die außerhalb des Geltungsbereichs der VDP der KDO liegen oder vermutet werden, sollten dem entsprechenden Anbieter oder der zuständigen Behörde gemeldet werden.
Solltest du während deiner Sicherheitsforschung feststellen, dass eine konkrete Untersuchung oder Handlung möglicherweise nicht von dieser Policy umfasst ist, bitten wir dich, die Untersuchung an dieser Stelle zu beenden und uns zu kontaktieren, bevor du weitere Schritte unternimmst.
Wichtige Informationen zur Übermittlung einer Sicherheitslücke
Anbei haben wir beispielhafte Informationen aufgeführt, welche du uns mitteilen solltest:
- Bezeichnung der Schwachstelle
- Kurzerklärung der Schwachstelle
- Informationen über das betroffene Produkt / Dienst / IT-System / Gerät
- Hersteller
- Produkt
- Version / Modell
- Technische Details und Beschreibung der Schwachstelle
- Proof of Concept bzw. Schritte, die zur Reproduktion der Schwachstelle durchzuführen sind (POC-Skripts, Screenshots oder Bildschirmaufnahme)
- Aufzeigen einer Lösungsmöglichkeit
- Autor und Kontaktdaten
- Einverständnis zur Nennung deiner Entdeckungen auf unserer Dankesseite
Safe Harbour
Die KDO autorisiert Sicherheitsforschung, die im Rahmen dieser Vulnerability Disclosure Policy und unter Einhaltung ihrer Vorgaben durchgeführt wird. Wenn du deine Sicherheitsforschung nach dieser Policy durchführst, wird die KDO selbst keine Strafanzeige erstatten und keine zivilrechtlichen oder sonstigen rechtlichen Schritte gegen dich einleiten, soweit dies in ihrer eigenen Entscheidungsbefugnis liegt.
Der Schutz dieser Policy hängt nicht davon ab, dass sich im Nachhinein tatsächlich eine „qualifizierte Schwachstelle“ im Sinne dieser Policy feststellen lässt. Maßgeblich ist vielmehr, dass die Untersuchung zum Zeitpunkt ihrer Durchführung nach vernünftiger Einschätzung von dieser Policy umfasst war und unter Einhaltung ihrer Vorgaben durchgeführt wurde.
Die KDO kann jedoch nicht ausschließen oder verhindern, dass staatliche Behörden oder sonstige Dritte aufgrund eigener Zuständigkeiten oder Rechte Maßnahmen gegen dich ergreifen. Diese Policy stellt daher keine Zusicherung dar, dass eine Strafverfolgung oder sonstige rechtliche Maßnahme durch Dritte ausgeschlossen ist.
Wenn deine Sicherheitsforschung die Netzwerke, Systeme, Anwendungen, Produkte oder Dienstleistungen eines Dritten (z. B. Hersteller der von uns betriebenen Software) betrifft, können wir diesen Dritten nicht binden, ebenfalls keine rechtlichen Schritte oder Strafverfolgungshinweise einzuleiten. Wir autorisieren daher keine Sicherheitsforschung im Namen anderer Unternehmen und können in keiner Weise zusichern, dich vor Handlungen Dritter zu verteidigen oder anderweitig zu schützen.
Kontaktiere uns bitte, bevor du dich an einem Verhalten beteiligen, das möglicherweise nicht mit dieser Richtlinie übereinstimmt oder von dieser nicht umfasst ist bzw. wenn Unsicherheiten hierüber bestehen.
Gültigkeitsdauer der VDP
Die Bestimmungen dieser Richtlinie gelten in ihrer jeweils veröffentlichten Fassung. Die vorliegende Fassung (Version 2.0) wurde am 15.10.2026 veröffentlicht und tritt am 22.10.2026 in Kraft. Sie ersetzt ab diesem Zeitpunkt die bisherige Fassung vom 01.04.2023.
Änderungen oder die Aufhebung dieser Richtlinie werden auf der Website der KDO veröffentlicht und treten sieben Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft, sofern in der Veröffentlichung kein späterer Zeitpunkt angegeben ist.